Drupal und SEO
Nachdem ich mich gestern vom Biergarten erholt habe und heute schon wieder auf ein, zwei oder fünf Maß in den englischen Garten gehe, kurz ein paar Worte zu Drupal. Nachdem ich mit Joomla ja richtig Ärger hatte und mittlerweile auch aufgegeben habe, habe ich mir gestern probehalber einmal Drupal installiert. Ich bin begeistert!
Das CMS System ist einfach zu bedienen, schlank im Quellcode und bietet sehr sehr viele Contributions. Vor allem die Qualität der Contributions ist erstaunlich gut. Ein extra SEO-Plugin benötigt man eigentlich nicht: Die Titel sind automatisch gut gegliedert nach dem Schema “Überschrift | Titel der Domain” und die URLS sehen mit z.B: “node/7″ zwar nicht sehr schön, dafür aber ordentlich aus. Leider wird standardmäßig keine Description eingefügt – das muss man noch mittels Plugin lösen.
Strukturierung super
Eine Seite mit guter Struktur ist Onpage bei SEO die halbe Miete und Drupal bietet die perfekten Vorraussetzungen dafür. So kann man statische Seiten erstellen und diese in einem Menü oben oder an der Seite verlinken (auch in zweiter Ebene). Beiträge (Posts, wie bei WordPress) kann man dagegen in der Mitte anzeigen lassen. Ideal für eine Themenseite mit den Grundinfos links und oben, sowie aktuellen News in der Mitte. Beiträge können auch von anderen Usern kommentiert werden – die Kommentarfunktion ist eingebaut.
Blöcke
Blöcke in Drupal funktionieren genauso wie Widgets in WordPress. Während man aber bei WordPress nur die Seitenleiste bearbeiten kann, ist Drupal viel flexibler. Man kann jeden Bereich – vom Header, den Inhalt, den Footer bis hin zu diversen Seitenleisten individuell anpassen. Sehr einfach kann man auch individuelle Blöcke erstellen. Will man etwa, dass ein Banner nur auf einer bestimmten Seite X zu sehen ist, so kann man den Block nur auf Seite X anzeigen lassen.
Plugins
Zugegeben: Die Grundversion von Drupal ist wirklich relativ mager ausgestattet. Gerade deswegen ist es aber zu empfehlen, weil es nicht so unglaublich überladen ist und man nur installieren kann, was man braucht. Was man sich auf jeden Fall installieren sollte, ist TinyMCE. Somit hat man beim Eingabefeld ein Menü, mit dem man Bilder einfügen und dergleichen machen kann, ohne gleich alles im Code zu schreiben. Will man ein Forum oder einen Blog in seinem Drupal-Projekt haben, so muss man nur ein Kästchen aktivieren – alles ist bereits integriert. Ansonsten gibt es für wirklich alles richtig gute Module, die sich mehr oder weniger einfach installieren lassen.
Manko Drupal 6
Drupal 6 ist die neueste Version und bereits seit einiger Zeit erhältlich. Leider ist bisher fast kein Modul mit der neuen Version kompatibel, weswegen man vorerst die Version 5.7 installieren sollte. Upgraden kann man später immer noch.
Insgesamt gefällt mir Drupal unheimlich gut und ich versuche mal ein Projekt damit durchzuziehen. Generell sollte man noch zu CMS-Systemen sagen, dass es eigentlich nie ohne Anpassung geht und man sich ein CMS nur antun sollte wenn man auch richtig große Textmengen bzw. Features für seine Seite plant. Irgendwann bleibt man dann wohl bei einem CMS. Meine Reise ist vorerst zu Ende, jetzt kommt die Einarbeitung. Vorher gehts aber ab in den Biergarten.
Verwandte Artikel:
- Die besten Drupal Module >>Ich liebe Drupal! Ob nun große oder kleine Seiten – auch wenn sie nur einen statischen Inhalt haben – Drupal ist für alles gut geeignet. Es ist nicht so kompliziert...
11 Responses to Drupal und SEO
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Drupal ist mE sehr gut geeignet für SEO und darüber hinaus auch sehr flexibel und leicht zu nutzen.
Drupal kann von Grund auf mit sprechenden URLs umgehen. Dazu gibt ein Modul, welches den Titel des Beitrages in eine saubere URL umwandelt. Die Module SEO-Checklist hilft dem SEO-Einsteiger ein wenig dabei, seine Seite zu optimieren und weitere Module für spezielle Meta-Tags je Seite etc. runden die Sache ab.
Achja, und es ist sicherer als WP.
Hi Julian,
in der Tat kann Joomla teilweise größere Probleme machen, was die Itemid’s angeht. Das neue 1.5 Framework ist da aber schon ein gutes Stück weiter.
Mich hätte interessiert, welchen “Ärger” du mit Joomla hattest. Was war das große Problem / Manko aus deiner Sicht?
Viele Grüße
http://www.modxcms.de ist auch sehr zu empfehlen.
Für Drupal habe ich übrigens einige Tutorials bei video2brain.com gesehen, falls sich jemand näher damit beschäftigen möchte.
Ich persönlich verwende ja meist eigene Software und habe auch mal dafür abgestimmt
Ich nutze schon seit weit über einem Jahr Drupal. Ich setze zur Zeit auch noch die 5er Version ein. Drupal ist für mich die ideale Ergänzung zu WordPress, wenn es einmal komplexer wird.
Ein weiteres Plus ist auch die sehr aktive Community. Es gibt mittlerweile unendlich viele Module für nahezu jeden Zweck.
Drupal ist ganz klar auch eine Empfehlung von mir. Außerdem sprechen die Referenzen auch für sich.
Hallo Felix,
Das größte Problem mit Joomla war, dass alle meine Seiten im PDF-Format indexiert wurden. Natürlich kann man das lösen. Aber wenn die Standardeinstellung schon so grausig ist, dann hat es meist auch auf den zweiten Blick keinen Sinn mehr.
Hi Julian,
danke fürs Feedback! Ok, das ist ärgerlich. Joomla 1.5 hat dieses Problem zum Glück nicht mehr.
Ansonsten hilft ein zusätzlicher Eintrag in der robots.txt:
User-agent: Googlebot
Disallow: /index2.php*
User-agent: *
Disallow: /index2.php
Viele Grüße,
Felix
“Drupal 6 ist die neueste Version und bereits seit einiger Zeit erhältlich. Leider ist bisher fast kein Modul mit der neuen Version kompatibel, weswegen man vorerst die Version 5.7 installieren sollte. Upgraden kann man später immer noch.”
Naja das stimmt so nicht, zum jetzigen Zeitpunkt hat es 491 Module für Drupal 6, allerdings sind viele noch in der Entwicklungsphase wie ich zugeben muss.
Wie dem auch sei, wenn man jetzt eine Seite beginnt und diese nicht gerade noch diesen Monat fertig sein muss und man keine Angst vor etwas Code hat macht es keinen Sinn mehr mit D5 zu beginnen. Die wichtigsten Module sind kurz vor der final und das Upgrade von einer Version zur nächsten kann auch immer in Arbeit ausarten da bei Drupal ausdrücklich keine Abwärtkompatibilität garantiert wird. (Was den Vorteil hat, dass man nicht wie Windows beispielsweise über Jahrzehnte den gleichen Code mit sich rumschleppen muss) Updaten ist sicher möglich, aber eben unter Umständen nicht mit klick-klack erledigt.
lg Sebastian
ps: Drupal rulez!
Wir benutzen seit geraumer Zeit eine Weiterentwicklung von MODx. Bietet von Haus aus die besten SEO Möglichkeiten ohne Plugins oder Addons. Titel/Beschreibung/Keys können jedem Dokument einzeln mitübergeben werden.
Hallo,
beschäftige mich seit längerer Zeit mit Joomla und habe jetzt meine 1.0.15 SEO Version online gesellt.
http://www.joomla-hilfe.eu
Einfach mal ansehen…..
Die neue 1.5 Version ist eigentlich mit ein paar kleinen Änderungen schon ganz gut SEO geeignent. Ein paar robots.txt Einträge sind aber schon notwendig. Werde jetzt noch die robots.txt in der Version 1.0.15 anpassen, dann müsste man eine gut Version 1.0.15 haben.
Kenne Typo, Drupal, Joomla usw. alle haben Vor- und Nachteile.
Wer Drupal kurz mal antesten will kann das bei Bryght machen:
http://www.bryght.com/
Man kann 30 Tage lang kostenlos testen und falls ihr laenger braucht einfach den Jungs ne email schreiben.
Wer Drupal antesten möchte, OHNE irgendwelche Kündigungsfristen, der kann das im Drupalcenter machen: http://demo.drupalcenter.de/