39 Dinge, die dein Business braucht, bevor du überhaupt an Linkbuilding denken solltest

30. September 2014  |     |  14 Kommentare
Ein Beitrag von Julian Dziki

Meistens fangen Webmaster zu früh an, Linkbuilding für ihre Webseite zu betreiben. Getreu dem Credo „Wir brauchen schnell gute Rankings“ werden, sobald die Webseite steht, die ersten Links gesetzt.

seokratie-mousepads

Kosten keine fünf Euro und sind ein guter Start für klassisches Marketing: Mousepads mit dem Firmenlogo.

Das Alleinstellungsmerkmal definieren

Was ist das Besondere an Eurem Produkt oder Eurer Webseite? Wie hebt Ihr Euch von anderen ab?

  • Definiert ein klares Alleinstellungsmerkmal.
  • „Gute Qualität und günstiger Preis“ bedeutet, dass Ihr in Sachen Alleinstellungsmerkmal absolut versagt habt.  Ich bin entweder Kia oder Maserati und richte meine Zielgruppe entsprechend aus. Beides geht nicht!
  • Bringt das Alleinstellungsmerkmal gut sichtbar auf Eurer Seite unter und erwähnt es in Social Media Kanälen und überall, wo es geht!
  • Baut eine Marke auf, keine Webseite!

Guter Content kommt zuerst

Hier einige Gründe, warum Ihr frühzeitig mit Content anfangen solltet:

  • Guter Content von Beginn an sendet gleich die richtigen Usersignale an Google
  • Qualityrater werden Eure Seite besser bewerten, was sich nicht nur indirekt im Ranking bemerkbar macht
  • Wer wirklich gute Links will, braucht auch wirklich gute Inhalte. Jeder, der aktiv im Linkbuilding arbeitet, weiß: Es ist unheimlich schwer, für eine schlechte Seite gute Links zu bekommen. Je besser die Inhalte auf der Seite – und je besser die Seite, desto höher sind die Chancen für eine positive Antwort von anderen Webmastern.
  • Viele, die in Eurer Nische schon lange unterwegs sind, schauen auf „Neulinge“. Der erste Eindruck zählt oft eine Menge, das ist bei Webseiten genauso wie bei Menschen! Nutzt Eure Chance!
  • Eine „Über uns“ Seite oder auch eine Seite, die erklärt, was Ihr mit der neuen Webseite vor habt, trägt einiges zur Individualisierung und zum Branding bei.
  • Eure Conversionrate wird von Anfang an höher sein.
  • Überlegt Euch eine langfristige Content Marketing Strategie: Wer ist Eure Zielgruppe? Welchen Content bevorzugen Eure Kunden? Erstellt einen Redaktionsplan. Überprüft den Erfolg einzelner Beiträge und richtet Eure Strategie danach aus!

Social Media und aktive Teilnahme an der Community

„Social Media? Machen wir nicht.“ Diese Zeiten sollten für 99 % aller Webseitenbetreiber vorbei sein. Und auch wenn Eure Zielgruppe tatsächlich kein Facebook und Twitter nutzt (was nur ganz selten der Fall ist!) und Ihr ein knochentrockenes B2B Produkt habt, gibt es immer noch Xing, Fachforen, LinkedIN, Fachmessen, -tagungen, Meetups und alle möglichen Arten, wie man mit Leuten in Kontakt kommen kann.

  • Erstellt eine Facebook Seite und fang an, Euren guten Content zu bewerben. Es funktioniert nicht? Dann ist Euer Social Media oder Euer Content schlecht. Es funktioniert in so gut wie jeder Branche.
  • Seht Euch an, worüber Eure Konkurrenten so auf Facebook oder Twitter schreiben. Die meisten sind jahrelang dabei und wissen, was Eurer Zielgruppe gefällt!
  • Nutzt ein Tool wie Fanpage Karma (Affiliate Link) für eine genaue Analyse!
  • Verknüpft Euch mit Eurer Konkurrenz. In den allermeisten Fällen sind das nette Leute.
  • Macht Euch eine genaue Liste der Influencer in Eurer Branche
  • Teilt Beiträge von anderen und nicht nur Eure eigenen!

Marketing

SEO und SEM sind nur zwei von unendlich vielen Marketingkanälen. Heutzutage kommt man alleine mit diesen zwei Kanälen nicht mehr weit.

  • Seht Euch um, wo in der Offline Welt Eure Zielgruppe zu erreichen ist: Fachmagazine? Messen? Tagungen? Und versucht, dort Werbung zu schalten – oder noch besser einen Fachvortrag oder -beitrag zu bekommen.
  • Klassische Werbung ist der am meisten unterschätzte Kanal von Online Shops! Radio-, Fernseh-, Plakatwerbung & Co. sind – mit der richtigen Zielgruppe und Strategie – erheblich günstiger als Adwords!
  • Eventuell überlegt Ihr Euch ein wenig Merchandising für Euer Produkt? Kugelschreiber, Mousepads, T-Shirts & Co. sind günstig und wer sie an die richtigen Leute schickt, hat kostenlose Werbeträger! Ich zum Beispiel habe T-Shirts von den Linkresearchtools, von der SEO Campixx, vom Seoktoberfest, von WordPress, von Seokratie (logisch) und vielen mehr. Das klingt ein wenig altbacken, aber es funktioniert!
  • Aktiviert Eure Freunde oder Familie. Sie helfen Euch gerne (außer Euer Produkt ist schlecht!)
  • Seid kreativ – Felix Beilharz hat hier ein paar Marketingstrategien von Onpage.org zusammengefasst, die wirklich exzellentes Marketing machen.

Onpage

Auch in Sachen Onpage sollte bereits alles stehen, denn auch hier zählt der erste Eindruck (des Google Bots).

  • Ladezeit! Bevor Du Besucher auf Deine Seite loslässt, solltest Du unbedingt eine akzeptable Ladezeit haben
  • Titles und Descriptions sollten von Anfang an optimiert sein
  • Wichtiger ist allerdings ein genauer Plan davon, was indexiert werden soll und was nicht. Entferne „Schrott“ aus dem Index, bevor er überhaupt hinein kommt!
  • Ebenso wichtig ist eine gut durchdachte interne Verlinkung.
  • Ist ein gutes Webseitentracking installiert?
  • Reicht Eure Seite bei den Google Webmastertools ein. So findet Ihr direkt nach dem Launch bereits die wichtigsten Probleme.
  • Benutzt Onpage.org!
  • Duplicate Content solltet Ihr 2014 nicht mehr haben, oder zumindest genau wissen, wie Ihr damit umgeht! Bevor die Seite in den Index kommt, solltet Ihr sie schon auf Duplicate überprüft haben.

Usability

Die Usability wirkt sich so stark auf die Suchergebnisse aus wie noch nie zuvor. Erst neulich habe ich bei einem Projekt das Webdesign geändert und seitdem 20 % mehr Traffic. Die Änderungen waren bereits nach zwei Tagen bemerkbar.

  • Ist die Navigation sinnvoll für den User? Findet man sich schnell zurecht? Nutzt dafür Freunde oder Bekannte, die nicht unbedingt internetaffin sind. Ein wirklich guter (und günstiger!) Service ist auch Rapidusertests.com. Dort könnt Ihr Fremde beobachten, wie sie Eure Seite benutzen
  • Versucht, schon am Anfang Testimonials und – falls möglich – Gütesiegel wie Trusted Shops oder Ekomi auf Eurer Seite unterzubringen
  • Fokussiert Euch auf den User! Wenn SEO-Optimierungen der Usability im Weg stehen würden, dann lasst sie weg. Usability und SEO sollten immer Hand in Hand gehen!

Menschliches

Seid Euch bewusst, dass Google Euch nicht von Anfang an weit oben ranken wird, selbst wenn Ihr Euch stark bemüht alles richtig zu machen.

  • Eure Bemühungen werden sich am Anfang nicht lohnen.
  • Es wird keine „Rankingexplosion“ geben, sondern Ihr wandert kontinuierlich nach oben
  • Es kann gut und gerne ein Jahr vergehen, bis Ihr mit Euren SEO-Ergebnissen zufrieden seid
  • Gebt nicht auf!
  • Auch wenn Eure Konkurrenz durch Spam weiter oben steht als Ihr, verzichtet auf dubiose Taktiken. Früher oder später werdet Ihr sie überholen – garantiert!

 Jetzt gehts los!

Wenn Du all diese Dinge berücksichtigt hast, kannst Du mit „Linkbuilding“ loslegen. Wenn Du aber ernsthaft alles obige getan hast, dann bist Du sowieso schon auf einem nächsthöheren Level und wirst Dich um Kontakte, Kanäle und Erwähnungen bemühen und nicht plötzlich anfangen Links zu kaufen. Im Gegenteil: Die Möglichkeiten mit guten Kooperationen werden so vielfältig sein, dass Ihr statt klassischem Linkbuilding Kooperationsmarketing betreibt – und das ist heutzutage bei weitem effektiver.

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14 Kommentare

  • „Erstellt eine Facebook Seite und fang an, Euren guten Content zu bewerben. Es funktioniert nicht? Dann ist Euer Social Media oder Euer Content schlecht. Es funktioniert in so gut wie jeder Branche.“

    Guter Artikel. Aber diese Aussage würde ich ungern bejahen. Hart aber wahr: Nicht für jeden funktioniert Facebook!

  • Ja denke auch, dass der Trend mehr zum Aufbau einer Marke wird, was dann wieder SEO befeuert..

  • Sehe es ähnlich wie Tom. Nicht für jeden funktioniert Facebook & Co. Es bringt mir nichts, wenn meine Zielgruppe Facebook nutzt, ich als Webmaster / Seo allerdings Social Networks nicht ab kann.

    Da kommt dann fast zwangsläufig Müll bei raus. Man muss auch hinter einer Werbemaßnahme stehen können. Persönlich kann ich mich mit Facebookseiten (und dem grandiosen Müll) nicht identifizieren. Also lass ich es lieber gleich ganz 😉

  • Hey Julian, ich würde noch das kostenlose Yandex.Webvisor (Website Capture Tool im Yandex.Metrika) empfehlen, wo man das Userverhalten mit Hilfe von Videoaufnahmen beobachten kann 😉 Ich finde das Tool einfach genial:-)

  • Also wenn ich mir aktuell die Keywords und Phrasen anschaue, zu denen meine eigene kleine Seite bei Google Impressionen erzielt, würde ich stark bezweifeln, dass Google Content überhaupt verstehen kann, wenn es keine Signale „von außen“ gibt, die meinen Content richtig einordnen. Da werden einfach Begriffe zusammen gewürfelt und zu Suchanfragen angezeigt, die völlig blödsinnig sind. Das einzig Positive daran ist, dass es keine Besucher dazu gibt, weil das Ganze in den Serps frühestens ab Seite 5 zu sehen ist. Andernfalls dürften die Usersignale verheerend ausfallen, weil meine Inhalte so gar nicht zu den Suchanfragen passen.

    Schaue ich mir dagegen das Feedback aus den Socials an, die Verweildauer von Besuchern aus Facebook oder Google+, kann mein Content so übel nicht sein. Es gibt sogar einen Link von euch hier, so einen richtig echten ohne mein Zutun, der mir einige Leser und viele Kommentare gebracht hat, aber ich bin gespannt, ob der Google Algo das jemals richtig interpretieren kann.

  • Das mit Twitter und Facebook sehe ich ganz ähnlich wie Tom: In vielen Branchen mag das funktionieren, Namentlich im B2C-Bereich. In vielen Bereichen aber wäre das von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Ansonsten: Gute „Checkliste“.

  • Daniel

    Also ehrlich gesagt finde ich den Ratschlag für viele Fälle (Shops) schwierig.

    Wenn ich offline für ein Geschäft eine neue Baustelle aufmache, hänge ich jedenfalls kein Tuch darüber, bis der Bau fertig ist.

    Es sollten natürlich Links sein, die sich mit einer „Baustelle“ vereinbaren lassen. Aber auch das kann eine interessante Geschichte sein – und Links ergeben die sonst nicht entstehen würden.

    Bis Links von Google (gespidert und) gewertet werden, kann auch heute noch einige Zeit ins Land gehen (korrigiert mich, wenn ich irre) .

    Allein deshalb macht es Sinn, diese Uhr so früh wie möglich laufen zu lassen.

    Und wenn ich mal bei dem Vergleich mit der Baustelle bleibe, kann man da auch mit „dünnem Content“ mehr draus machen als in der Offline-Welt. Storytelling 😉

  • Mit Facebook habe ich eher die Erfahrung gemacht, dass man hier kaum hochwertigen Traffic generieren kann. Mit Twitter siehts da schon anders aus, keine Ahnung an was das wirklich liegt.
    Ansonsten hast du natürlich recht, Julian – erst Content, dann Linkbuilding 😉

    LG

  • Katharina von Bloggen für schlaue Frauen

    Schöner Artikel! Die meisten fangen anscheinend mit dem Linkbuilding zuerst an und wundern sich dann … 😉

  • Ich finde die Einrückung sehr toll, das macht den Beitrag sehr übersichtlich! Allerdings verstehe ich nicht, woher du die 39 Fakten nimmst – es sind doch nur ein paar Absätze? Obwohl der Text voller Fremdwörter ist und für mich als Laie eher voller Fragezeichen ist, verstehe ich ihn grob. Im ersten Absatz lenkt der Vgl. mit den Autos aber vom Inhalt ab. Besser wäre zu schreiben, welche Möglichkeiten des „Alleinstellungsmerkmals“ es gibt 🙂

    Das Problem bei FB ist, dass es nicht reicht nur auf Neuigkeiten aufmerksam zu machen. Man muss den Nutzer beteiligen und ihm einen Mehrwert liefern. Besonders, wenn ich z.B. den Newsletter des Unternehmens habe und dort nicht das gleiche lesen will wie auf der FB-Fanpage 🙂

  • Ergänzung zum Thema Usability:

    Wer qualitativ remote testen will, nimmt Rapidusertests.com. Vorteil: gute Mischung an UX Problemen und Bugs. Nachteil: Auswertungszeit, da mehrere Videos konsolidiert werden müss(t)en.

    Wer quantitativ remote testen will, nimmt testbirds.com oder applause.com. Vorteil: es werden sehr viele Bugs identifiziert. Nachteil: kaum UX Probleme und kaum Priorisierung der Bugs möglich.

    Wer qualitativ vor-Ort testen will, nimmt testerpool.com. Vorteil: es werden wenige wichtige Probleme imminent sichtbar. Nachteil: es muss ein in-house Test-Setting aufgebaut werden (Interviewer, u.U. Raum mit Screensharing-Möglichkeit.

    Oder man bedient sich einer der vielen Usability Berater bzw. Agenturen und lässt sich individuell bedienen.

    Bei jungen Produkten kann es wunder wirken mindestens mal 1-3 Testern über die Schulter zu gucken, da oft klar wird, dass man selbst doch nicht repräsentativ für das Nutzungsverhalten anderer ist.

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