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Über die falsche Verwendung von Grafiken

Gerade eben bin ich wieder auf eine Seite gestoßen die komplett aus Grafiken besteht obwohl sie dem Anschein nach nur Text enthält.

Der Webmaster wollte wahrscheinlich eine besonders schöne Seite designen. Deswegen hat er anfangs die Seite einfach mit einer exotischen Schriftart geschrieben und sie sah phantastisch aus.

Wenn man eine seltene Schriftart für seine Homepage verwendet ergibt sich aber immer ein großes Problem: Besucher, die diese Schriftart nicht auf ihrem Rechner installiert haben sehen die Seite in ihrer Standardschriftart. Das ist eine automatische Funktion jedes modernen Webbrowsers. Und damit wird aus der schönen Seite eine Standard-Seite mit Standard-Schriftart.

Was also tun? Der Webmaster dachte sich: Gut, dann mache ich eben aus der Schrift ein Bild und damit kann es jeder sehen. Das klingt zunächst auch einleuchtend weil die Schrift als Bild ja überall gleich dargestellt wird. Trotzdem ist das ein sehr großer Fehler.

Denn einen Text im Bildformat kann zwar jeder normale Benutzer lesen. Aber eine Suchmaschine kann es nicht. Suchmaschinen lesen ja bekanntlich den Text auf der Seite virtuell durch und sortieren sie dann in der Hierarchie bei bestimmten Suchbegriffen hoch oder niedrig ein. Hat man aber nur Text in Bildform, so ist die Seite für Suchmaschinen leer, weil sie keine Bilder lesen können. Die Folge: Die Suchmaschine kann die Seite nicht zuordnen und bei Suchergebnissen wird man nicht gefunden.

In Hinblick auf die Barrierefreiheit ergibt sich ein weiteres Problem: Blinde Internetnutzer verwenden Programme, die ihnen den Text auf der Seite vorlesen. Wenn der Text aber in einem Bild gespeichert ist, dann kann das Programm nichts lesen und die Seite ist für diese Benutzer unzugänglich.

Wie erkennt man solche Seiten?

Ganz einfach: Klicken sie mit der rechten Maustaste auf den Text. Erscheint in dem Menü dann “Grafik anzeigen” und bei Klick erscheint der komplette Text als Grafik, dann haben sie eine solche Seite ertappt.

Hier ein Beispiel:

Beispiel für Text als Grafik

Wie kann ich Bilder für Suchmaschinen und behinderte Menschen zugänglich machen?

Wenn sie auf ihrer Seite Bilder verwenden die auch blinde oder sehbehinderte Menschen lesen sollen dann können sie mit dem “Alt-Tag” ein Bild erklären. Sie geben damit der Bilddatei eine Beschreibung bei, die Suchmaschinen und Vorleseprogramme dann Informationen über das Bild geben. Wenn sie ein Bild einbinden, funktioniert das durch folgenden Code:

<img src=”haus.jpg” alt=”Mein Haus”/>

Die Funktion ist quasi die einer Bildunterschrift. Auch wenn ein Browser ein Bild nicht anzeigen kann, so kann er nun zumindest den Namen des Bildes “Mein Haus” anzeigen. Daduch können auch sehbehinderte Menschen und Suchmaschinen erfahren was auf dem Bild zu sehen ist.

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Kategorie: Design

Tags:

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RSSComments (1)

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  1. stopherl sagt:

    Wobei man den alt_Tag spezifizieren sollte. “Mein Haus” ist zu allgemein. “Haus Malerbetrieb XY München” ist präzieser, gibt mehr Informationen, mehr Keywords, besseres Ranking -> mehr Besucher.

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