Content Curation: Experten verraten, wie es richtig geht!

13. Januar 2016  |     |  7 Kommentare
Ein Beitrag von Silja

Heute dreht sich in meinem Artikel alles um die Frage, was hinter dem Begriff Content Curation steckt und warum Content Curation zu jeder Content-Marketing-Strategie gehören sollte. Zum Schluss verraten die Experten Aleyda Solis, Fenja Villeumier, Inken Kuhlmann, Irina Hey und Nicolas Sacotte noch ihre Tipps und Best Practices für gelungene, erfolgreiche Content Curation.

Expertenrunde zu Content Curation_Seokratie.de

Content Curation, was ist das?

Vereinfacht gesagt bedeutet Content Curation nichts anderes, als das Sammeln, Organisieren und neu Aufbereiten von „fremden“ Informationen zu bestimmten Themen.

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Aleyda Solis, SMX München 2014, Automating Content Curation.

Dabei geht es nicht darum, einfach Inhalte zu bestimmten Themen zusammenzutragen und unverändert wiederzugeben, sondern vielmehr, Sichtweisen und Stellungnahmen anderer Experten zu einem Thema zu präsentieren – natürlich mit Link zur Originalquelle – und auf diese Weise euren Inhalt mit Mehrwert anzureichern.

Idealerweise bietet ihr euren Lesern durch gelungene Content Curation einen neuen Blick auf das Thema, der ohne euer Zutun verborgen geblieben wäre. Schließt die Lücken in der Informationsflut. Euer Ziel muss es sein, den eigenen Inhalten durch Perspektivwechsel bzw. durch die (kritische) Beleuchtung der eigenen Sichtweise neuen Drive und Einzigartigkeit zu verleihen.

 

„Great curation makes the content better — either by highlighting it in a new way, or adding a new element to make it more interesting or sharable.“

Ross Hudgens

 

Im Grunde betreiben Content Marketer bei fast jeder Themenrecherche automatisch in gewisser Weise Content Curation. Content Curation im großen Stil zu betreiben, z.B. als Teil der Unternehmenskommunikation oder als Content-Marketing-Strategie, bedeutet aber, noch einen Schritt weiter zu gehen, den Rechercheprozess maximal zu strukturieren und zu organisieren.

Mehrwert durch Content Curation

Experten wie Aleyda Solis oder auch Eva Wagner von OnPage.org unterscheiden in ihrem Leitfaden für Anfänger, zwischen fünf Arten von Content Curation:

1.     Aggregation

Das Sammeln und Zusammenfassen von relevanten Inhalten in einem Beitrag, z.B. in Top-10-Listen.

2.    Chronology

Was passierte wann? Hier werden Inhalte oder Geschehnisse gesammelt, die zeitlich aufeinander folgen. Die chronologische Präsentation geschieht üblicherweise in einer Timeline. Der User kann somit Entwicklungen oder Prozesse im zeitlichen Verlauf nachvollziehen.

3.     Distillation

Im Prinzip werden durch die Destillation überflüssige Informationen weggefiltert, sodass nur der Kern der Aussage übrig bleibt. Diese gefilterten Basisinformationen werden dann zu einem Beitrag bzw. Artikel organisiert.

4.    Elevation

Beständiges Sammeln einer Vielzahl an verschiedenen Inhalten und Quellen zu einem Thema. Das Ziel ist, einen umfassenden, tiefen Einblick zu einem Trend zu präsentieren – meist in Form einer Linkliste.

5.     Mashups

Das Vorgehen ähnelt hier dem der Distillation, mit dem Zusatz, dass der Curator bei Mashups noch seine eigene Meinung bzw. Schlussfolgerung ergänzt.

Aleyda Solis_AutomatingSlide Content Curation SMX 2014

Aleyda Solis, SMX München 2014, Automating Content Curation.

Bevor ihr mit Content Curation loslegt, müsst ihr euch im Klaren sein, wie ihr dabei vorgehen wollt. Die wichtigsten Fragen, die ihr euch im Vorfeld stellen solltet, sind:

  • Was ist für eure Zielgruppe relevant?
  • Besteht Bedarf, und wenn ja, wo?
  • Könnt ihr euer Vorhaben realisieren, und wie könnt ihr es umsetzen?
  • Lohnt sich der Aufwand?
  • Auf welchen Kanälen wollt ihr den Content teilen?
  • Stimmen Zeitpunkt und Format?

Am besten geht ihr im Vorfeld Schritt für Schritt die Content Curation Checkliste von SiegeMedia durch. Damit seid ihr auf der sicheren Seite. Wenn ihr auf diese Fragen eine Antwort habt, dann nichts wie ran!

Experteninterview als „Königsdisziplin“

Das Experteninterview stellt vielleicht die spannendste Form von Content Curation dar und kann nach allen fünf Curation Arten aufbereitet werden.

Sucht euch DIE Experten zu dem Thema aus, über das ihr schreiben wollt und bittet sie um ein Interview. Überlegt euch vorher, ob ihr jedem Experten nur eine Frage stellen wollt, die euch bewegt, oder ob es gleich mehrere sein sollen.

Am besten überlegt ihr auch bereits im Vorhinein, wie ihr euren Artikel aufbauen wollt – Aggregation, Chronology, Distillation, Elevation oder Mashup – und richtet eure Fragen dementsprechend danach aus. Solltet ihr für euren Content nur einen Teil eurer Fragen einbauen, könnt ihr die restlichen für weitere Artikel aufheben – oder ihr macht eine Experten-Artikel-Serie.

Content Curation_90 Experten über Linkbuilding

Nichts geht über Content Curation via Expertenbefragung zu einem Thema: Hier sind es 90!

Mit einem Experteninterview könnt ihr sicher sein, dass euer Artikel Mehrwert für eure User schafft. Denn wer kann sich besser zu einem Thema äußern als ein Experte?

Bestes Beispiel ist dieses enorm umfangreiche Experteninterview zum Thema White Head SEO von Ahrefs: 90 Experten äußerten sich zu den Fragen:

1) Please tell us about your favourite “white hat link building strategy that scales” und

2) How do you scale it?.

Das nenne ich Mehrwert schaffen!

Spannend wird es, wenn sich mehrere Experten widersprüchlich zu einem Thema äußern, denn das könnte der Beginn einer fruchtbaren Diskussion werden. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die interviewten Experten ihrerseits auf euren Artikel verlinken.

Welchen Mehrwert hat Content Curation für Unternehmen?

Content Curation als Teil eurer Kommunikationsstrategie kann euch helfen, von euren Usern als Experte wahrgenommen zu werden, euer Markenimage zu stärken und eure User bzw. Kunden zu binden.

Warum?

Weil eure User und auch andere Experten auf eurem Gebiet merken, dass ihr euch in der Branche gut auskennt, eure Konkurrenten kennt und bereit seid, über euren Tellerrand hinaus zu schauen – auch wenn das bedeutet, dass ihr externe, d.h. fremde Inhalte teilt.

Trapit Survey of Content Curation&Marketing

Trapit Survey of Content Curation&Marketing: 74% der Befragten gaben an, dass Content Curation ein wichtiger Teil ihrer Content Strategie ist.

Natürlich müssen diese Inhalte den Bedürfnissen eurer User angepasst sein und sollten eure Strategie ergänzen, nicht ersetzen. Content Curation ist eine hervorragende und kreative Ergänzung der eigenen Content-Marketing-Strategie, darf diese aber nicht in den Hintergrund drängen.


„The greatest benefit of curation that I see is to help distill signal from noise and become a trusted and authoritative resource in your field. If you’re the source of what’s truly important and useful, you can stand out even in crowded markets and earn a significant audience.“

Rand Fishkin, Moz, für Content Curation Guide von Ross Simmonds.

Content Curation ist gerade für neue Unternehmen interessant, die versuchen, in ihrer Branche Fuß zu fassen. Im besten Fall gelingt es euch als Neulingen, die Influencer eurer Branche mit kuratierten Inhalten auf euch aufmerksam zu machen.

Trotz alledem schrecken einige Unternehmen noch immer davor zurück, fremde Inhalte zu teilen, weil sie Angst haben, so andere Unternehmen zu fördern und selbst auf der Strecke zu bleiben. Die Frage, ob so viele externe Links in einem Text denn für das eigene Unternehmen förderlich sind und ihm nicht schaden, ist keine Seltenheit.

Stellt ihr euch selbst oder eure Kunden euch auch diese Frage? Wenn ja, wägt die bisher genannten Vorteile gegen diesen einen vermuteten Nachteil ab, und ihr werdet sehen, ihr könnt euch auf Dauer nicht um eine gute Content-Curation-Strategie drücken.

Hier noch einmal die Vorteile auf einen Blick:

  • Experten-Status bei euren Usern
  • Kundenbindung durch ehrliche und authentische (externe) Inhalte
  • Content Marketing am Puls der Zeit
  • Stärkung der Marke, und dadurch
  • Bessere Usersignale und Auffindbarkeit

Haltet euch das immer vor Augen. Dreht sich auf eurer Seite alles ausschließlich nur um eure Produkte, werden eure User sich bald satt gesehen bzw. gelesen haben. Wie Patrick Armitage, Director of Marketing bei BlogMutt, in seinem Artikel auf Hubspot schreibt:

„A product may initially attract you to a specific brand, but it’s what the brand offers after the purchase that will keep you around (and make you a fan).“

Sharing ist nicht gleich Caring

Wer wirklich erfolgreiches Content Curation betreiben will, der wird feststellen, dass das nicht mal eben nebenbei passiert, sondern eine zeitintensive Geschichte ist. Wie Ross Hudgens in seinem Content Curation Guide schreibt:

„You can’t just grab the same links as everyone else. You have to sift around the edges and spend more time to find the best of the best. The people that spend 20 minutes per day on this will fail.“

Im Folgenden ein Praxisbeispiel von der sehr erfolgreichen Bloggerin Maria Popova und ihrem Blog BrainPickings.org.

Ross Simmonds schreibt in seinem Blogartikel:

„Popova reads hundreds of pieces of content a day and anywhere between 12-15 books per week. In terms of gathering interesting information to write about, Popova tends to do most of her long-form reading while at the gym. She skims the news while eating and listens to podcasts during her commutes.“

Popova_Content Curation_Writers Sleep Habits

Das Ergebnis leidenschaftlicher und effektiver Content Curation: Infografik von Maria Popova.

Beim Durchforsten ihres Blogs werdet ihr sehen, was es heißt, Content Curation mit Mehrwert zu betreiben. Ein aus meiner Sicht herausragendes Stück Content Curation stellt ihre reizend illustrierte Infografik dar, in der sie die die Schlafgewohnheiten und literarische Produktivität bekannter Schriftsteller in Bezug setzt. Aber seht selbst! Inzwischen gibt es die Grafik sogar käuflich zu erwerben, als Kunstdruck.

Ein Pensum wie Maria Popova zu schaffen, ist vielleicht die größte Herausforderung und setzt Leidenschaft voraus für das, was ihr tut. Nur so könnt ihr Inhalte generieren und euren Horizont erweitern. Wenn ihr euch nicht dafür interessiert, was die User eurer Branche bewegt oder was die Experten schreiben, dann wird sich das auch in eurem Content widerspiegeln, und ihr werdet euch schwer tun, eure User zu überzeugen.

Experten zu Content Curation

Wie ihr mit Content Curation erfolgreich sein könnt, verraten im Anschluss die fünf Content-Experten Fenja Villeumier, Aleyda Solis, Inken Kuhlmann, Irina Hey und Nicolas Sacotte und geben euch noch ihr Best Practice mit auf den Weg!

Das ist jetzt also quasi Content Curation zum Thema Content Curation.

Fenja Villeumier_Linkbird

Fenja Villeumier von Linkbird

„Wenn ich zum Beispiel für meine SEO, Content & Inbound Marketing News Inhalte zusammentrage, dann achte ich besonders darauf,

  • dass die Inhalte einen konkreten Mehrwert für unsere eigene Zielgruppe haben,
  • dass ich nicht immer dieselben Quellen zitiere
  • und dass interessante und authentische Autoren hinter den Beiträgen stehen.

Denn Content Curation ist die optimale Gelegenheit dazu, sich mit den Kollegen der Branche zu vernetzen und auf sich aufmerksam zu machen, indem man den Menschen Wertschätzung für ihre Arbeit entgegenbringt.

Das ist in meinen Augen das Beste daran –nicht nur der Leser profitiert von den wertvollen Informationen, sondern auch die erwähnten Autoren freuen sich über die wohlverdiente Anerkennung und reagieren im besten Fall darauf, so dass nachhaltig positive Beziehungen entstehen.“

Aleyda Solis_OraintiAleyda Solis von Orainti

“A best practice is to ask: How are you adding up and providing value to the already existing content with the curation you are doing? Is it contributing with an easier way to understand a trend? Or identify insights that already exist?For me it’s about using this technique when it really makes sense and when it provides something additional to the reader – and not just because it might be easier at some point than to create content from scratch.”

Nicolas Sacotte_contentking.deNicolas Sacotte von contentking.de

Content Curation“ ist aktuell neben „Content Marketing“ eines der Buzzwords, die im Bereich Online Marketing gerne und häufig genutzt werden. Dabei geht es aber schlichtweg darum, interessante Inhalte für eine mögliche Leserschaft (aka Zielgruppe) individuell und mit größtmöglichem Mehrwert aufzubereiten. Dabei spielen Aggregation und Destillation aus unserer Sicht die größte Rolle und bieten großes Potential, um Besucher zu einem Klick aus dem Twitter-Feed, der Facebook-Timeline, aus Pinterest oder sonstigen Kanälen zu animieren.

Wichtig für guten Curated Content: unbedingt auf etwaige Werbebotschaften verzichten! Es geht darum, sich als Experte in einem Themenfeld zu präsentieren, nicht darum, direkte Sales & Leads zu generieren!

Unser Best-Practice-Tipp und ein ganz frisches Beispiel aus dem Hause contentking.de ist die Städte-Setcard für Wien. Dieses Konzept ist entstanden, in dem wir den „Hotelgast“ in Wien analysiert und dekonstruiert haben. Inhaltlich hat diese Infografik zunächst nicht direkt mit Hotels (dem eigentlichen Kerngeschäft von hotel.de) zu tun. Hotelgäste haben aber ganz konkrete Bedürfnisse und „Probleme“, die wir mit dieser Setcard für die Stadt Wien befriedigen und lösen können, denn die Gäste möchten bei ihrem Aufenthalt in der Regel auch Sehenswürdigkeiten besuchen, shoppen und ausgehen. Neben zahlreichen Tipps, die wir aggregiert haben, gibt es wichtige zusätzliche Infos und Telefonnummern für Wienbesucher. Die „Wien auf einen Blick“ Infografik ist zusätzlich auch ein Destillat, denn dort wurden die besten, tollsten, wichtigsten, schönsten und angesagtesten Spots in Wien herausgearbeitet.

Wien auf einen Blick_ Infografik_Contentking.de

Infografik „Wien auf einen Blick“: Best Practice von Contentking.de für Aggregation und Destillation.

Inken Kuhlmann_HubSpot

Inken Kuhlmann von HubSpot

„Content Curation ist für mich das beste Beispiel, wie man im Content Marketing etwas Zeit sparen kann. Nicht immer müssen Inhalte neu verfasst werden, wenn ein anderer Autor schon einen super Beitrag dazu verfasst hat. Genauso wichtig wie das Zeitsparen sind die Quellen. Am Anfang lohnt es sich also, ein paar gute Quellen zu identifizieren, die ähnliche Themen und Inhalte bearbeiten. Da kommt man meistens zu einer Handvoll guter und größerer Blogs und Newsletter. Sobald man die Quellen zusammen hat, spart das Zeit und Mühe bei der Curation.

Hat man die Nachrichten zusammen, möchte man sie natürlich schnellstmöglich unter die Leute bringen. Hierzu empfiehlt sich eine Software, weil sie einem noch einmal die Möglichkeit gibt, Zeit zu sparen. Bei der Automatisierung kannst du Nachrichten automatisch über mehrere Uhrzeiten und Tage verteilen.

Ein ganz wichtiger Teil des Content Curation-Prozesses wird leider viel zu sehr unterschätzt: Die Anerkennung! Sobald du Inhalte von anderen teilst, solltest du dich bei den Autoren auch bedanken oder zumindest die Quelle nennen. Dadurch erweiterst du automatisch dein Netzwerk und findest vielleicht sogar auch noch andere Blogger, die deine Inhalte mal kurieren werden.

Täglich werden wir mit News und Artikeln nur so überflutet und es passiert oft, dass man sich gar nicht mehr erinnern kann, wo man doch den einen so tollen Artikel gefunden hatte. Für Content Curation sollte man sich deshalb immer bewusst Zeit nehmen. Nur so behältst du den Überblick und kannst dich auf dein Ziel fokussieren. Meiner Meinung nach machen wir heutzutage sowieso viel zu viel auf einmal. Wo bleibt da der Fokus?

Ein schöner Nebeneffekt von Content Curation ist definitiv die Kontaktpflege. Bei HubSpot teilen wir deshalb gerne und oft die Artikel unserer Partneragenturen oder Kunden. Dadurch entsteht ein reger Austausch auf den sozialen Netzwerken und jeder bekommt ein wenig von der Reichweite des anderen ab.

Hier sind meine Tipps noch einmal im Überblick.

  1. Bei den gleichen Quellen suchen spart Zeit.
  2. Automatisiere deine News mit einer Software,
  3. Nenne immer den Autor und bedanke dich.
  4. Nimm dir 2-3 Mal die Woche Zeit für Content Curation.
  5. Pflege deine Kontakte durch das Teilen von Inhalten.“

Irina Hey_OnPage.org

Irina Hey von OnPage.org

„Mein Tipp ist, die vorhandene Inhalte mit noch mehr interessanten Informationen aus anderen Kanälen anzureichern, wie z.B. einem themenrelevanten Tweet zum Thema oder einem Statement aus einer Offline Fachzeitschrift. So wird der Inhalt einzigartig und bietet dem Leser deutlich mehr Nutzen als die ursprüngliche Quelle.

Da man Aussagen aus Social Media Kanälen direkt einbinden kann, ist das eine gute Möglichkeit, mehr Pepp und eine persönliche Note in die Inhalte einzubringen. Auch Abbildungen, schematische Darstellungen oder Grafiken werten den Content auf. Setzt auf visuelle Komponenten – eure Leser werden es lieben.“

 

Fazit

Zu einer erfolgreichen Content-Marketing-Strategie gehört auch eine ausgereifte Content-Curation-Strategie. Ein effektiver Content-Curation-Plan kann besonders dann für euer Unternehmen von Bedeutung sein, wenn ihr neu auf dem Markt seid und in ihrer Branche schnell Fuß fassen wollt. Denn sie hilft euch dabei, Experten-Status zu etablieren, eure Kunden zu binden, die Marke zu stärken und bessere Usersignale an Google zu senden.

Vergesst dabei aber nicht: „Combine The Effort With Enjoyment!“, wie es Ross Hudgens in seinem Artikel so schön auf den Punkt gebracht hat. Das ist meines Erachtens die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Content Curation.

Was meint ihr? Betreibt ihr auch Content Curation und wenn ja wie? Welches ist eure Lieblings-Content-Curation-Art?

Wie immer freue ich mich auf Kritik, Feedback und Anregungen.

Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an die Experten für die tollen ausführlichen Beispiele und Anregungen, die ihr hier preisgegeben habt!

 

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7 Kommentare

  • Tolle Übersicht mit viel Mehrwert, v.a. durch die Expertenmeinungen. 2 Sachen aber 😉

    b) Die 5 Arten der Content Curation (unabhängig davon, wie man zu den Definitionen steht) sind glaube ich in diesem Artikel von Rohit Bhargava das erste Mal 2011 aufgetaucht: http://www.rohitbhargava.com/2011/03/the-5-models-of-content-curation.html. Bei onpage.org ist auch schon keine ordentliche Quelle angegeben ^^

    b) Es gab mal nen SEO-Versuch zu dem Thema bei dem die kuratierten Inhalte am Ende besser gerankt haben als die Ursprungsversion: http://www.bruceclay.com/newsletter/volume112/seo-friendly-content-curation.htm. Ob das nach wie vor aktuell ist, könnt ihr aber wahrscheinlich noch besser einschätzen als ich.

    Insgesamt aber wie gesagt ne tolle Sache hier. Content Curation ist ein spannendes Thema, das auch viele Fragen aufwirft. Wenn ich selbst Informationen zusammentrage und aufbereite und die Quelle hinterher nicht mehr erkennbar ist (aber natürlich nachvollziehbar bleibt) – ist das dann noch Content Curation oder trage ich einfach Fakten zusammen und kreiere somit meinen eigenen Inhalt? Ich würde mal fast schätzen, dass hier jeder nach eigener Defintion zu einem unterschiedlichen Ergebnis kommt. Sicherlich ein Problem, für das es keine endültige Lösung geben muss, aber, wie gesagt, spannend.

    Viele Grüße =)
    Tom

  • Silja

    Hallo Tom,
    danke für deinen Kommentar und die Hinweise!

    Zu deiner Frage: Wie ich oben geschrieben habe, betreibt man meiner Ansicht nach bei der Themenrecherche automatisch in gewisser Weise Content Curation. Für mich besteht der Unterschied darin, dass man bei Content Curation noch genauer auf die Quellen achtet und expliziter nennt. Bei einem reinen Zusammentragen von Informationen wie du es beschreibst, ist die Intention ja eher, Inhalte zu einem bestimmten Thema zu schreiben und dafür dann Informationen zu sammeln. Bei Content Curation im Content Marketing geht es um mehr, es ist eher eine strategische Vorgehensweise. Content Curation passiert nicht mal eben so. Es geht natürlich auch um den Inhalt, aber auch darum, welche Quellen man heranzieht und warum man es tut. Ich denke, was Content Curation effektiv macht und deshalb auch so beliebt, ist die Vielfältigkeit der Umsetzungsmöglichkeiten. Das spiegelt sich auch in den Meinungen der Experten wider. Es gibt unterschiedliche Ansätze, die alle zum Erfolg führen können! 🙂

  • Sebastian

    Also ich lese hier schon eine Weile mit und bin einfach immer noch absolut überfordert eure Inhalte auf ein kleines Unternehmen, was Artikel online als auch offline verkauft, die in Handarbeit hergestellt werden, umzuarbeiten…

    Ich habe grundsätzlich sicherlich einige Kenntnisse über mein Tätigkeitsfeld und über den Zwang Arbeitsabläufe zu optimieren komme ich auch immer wieder an Produkte die gerade ihre Markteinführung erleben usw. bedeutet Neues aus der Branche filtere ich quasi über den „Einkauf“ oder andere Socialmedia Kanäle.

    Aber warum sollte ich denn andere Mitbewerber/Hersteller „stalken“ und deren Beiträge auf meiner Seite verteilen?
    Sicherlich kann man mal eine Messe ankündigen, aber grundsätzlich vertrete ich die Meinung, dass meine Mitbewerber nicht zu wissen brauchen mit welchen Möglichkeiten, Hilfsmitteln, Maschinen usw. ich arbeite und woher ich meine Produkte beziehe.
    Das ist für mich ein Alleinstellungsmerkmal, wenn ich schreibe 1.000 Farben und ich weiß die anderen Mitbewerber können nur maximal 150 Farben liefern…

    Kann mir jemand einen kleinen gedanklichen Schubs geben, wie ich hier eine greifbare Lösung finde?
    Danke für die Hilfe.

    Beste Grüße Sebastian

  • Julian Dziki

    Hallo Sebastian,

    Sicher findet Google es gut, wenn Du generell mehr Produkte und einen besseren Service als die Konkurrenz anbietest. Auch so etwas fließt stark in den Algorithmus mit ein. Allerdings waren die MP3 Player von Dell meiner Meinung nach damals wirklich die Besten aller Zeiten, aber trotzdem gibt es sie heute nicht mehr. Warum? Weil Dell kein gutes Marketing machte und der Bestellvorgang bis heute sehr kompliziert ist.
    Alleinstellungsmerkmale sind auch etwas anderes als Influencer Marketing: Steffi hat hier darüber geschrieben: http://www.seokratie.de/alleinstellungsmerkmale-usps/
    Trotzdem: Auch als „kleiner“ Shop kannst Du Influencer Marketing betreiben. Gerade wenn Du auch regional verkaufst – wer ist denn bei Euch in der Nähe bekannt? Den würde ich einmal interviewen. 🙂

    Viele Grüße
    Julian

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