Nun hat die Umfrage über die Arbeitsverhältnisse von SEO’s also geendet und das Ergebnis ist auf den ersten Blick verwirrend. Ich werde mich einmal um eine Interpretation bemühen – andere Meinungen sind aber gerne willkommen!

Junge Branche im Aufwind

Auf die Frage, wie lange man schon als SEO arbeitet, gab es kein überraschendes Ergebnis. Jeder weiß, dass Suchmaschinenoptimierung ein junges Business ist und gerade in den letzten Jahren boomt. Wie sehr es boomt, sieht man am Verhältnis der Antworten in Hinblick auf die “Dienstzeit” von SEO’s: Mehr als zwei Drittel aller SEO’s betreiben den Sport seit weniger als zwei Jahren. Freilich sagt die Zeit kaum etwas über die Qualität des einzelnen SEO’s aus. Wer seit fünf Jahren dabei ist, aber (hypothetisch gesprochen) mit den Informationen von damals immer noch arbeiten würde, der würde schlechter aussehen als ein junger und frischer SEO. Wobei es natürlich unheimlich von Vorteil ist, wenn man bereits lange im Gewerbe ist, alleine schon wegen SEO Bekanntschaften.

Inhouse SEO’s in der Überzahl

Ein großer Teil der SEO’s besteht aus Angestellten, welche bei einer “normalen” Firma arbeiten und für SEO zuständig sind. Diese Inhouse-SEO’s sind oft junge (manchmal sehr junge) Mitarbeiter, die im schlimmsten Fall zu Beginn ihres Arbeitsverhältnisses keine Ahnung von Suchmaschinenoptimierung haben und oft in ihren Job hineinwachsen. Immerhin ein Drittel der Umfrageteilnehmer gehört zur Gruppe der sogenannten “Inhouse-SEO’s”.

Warum so viele? Ich denke, dass die externen Dienstleister zu teuer für die meisten Firmen sind. Ich sage nicht, dass der Preis nicht angemessen ist; SEO ist teuer und das finde ich auch gut so. :-) Wegen den hohen Kosten für spezialisierte Firmen “züchtet” sich ein Betrieb daher lieber einen Azubi als SEO heran – so zumindest meine Einschätzung. Mich würden die Gehälter von solchen Inhouse-SEO’s sehr interessieren…

Immerhin knapp 40 % sind selbstständig ohne Kunden oder Hobby-SEO’s. Der Vorteil liegt auf der Hand: Arbeiten ohne Verpflichtungen! Wenn ein Projekt einmal ans Ende der Suchergebnisse abrauscht, dann meckert nur das Selbstbewusstsein, nicht der Kunde. Bei den Selbstständigen mit Kunden würde mich das Verhältnis eigene Projekte zu Kundenprojekten interessieren. Bei mir persönlich liegt es bei 90:10. Auch ich bin kein Freund von Kunden – das schränkt die Freiheit ein und wer gut ist, hat dadurch kaum einen finanziellen Vorteil.

Bezahlung

“Festpreis pro Monat” haben die meisten SEO’s angegeben. Insgesamt sieht man aber die Verwirrung bei SEO’s, wenn es ums Geld geht. Jeder lässt sich anders bezahlen, individuelle Verträge scheinen Pflicht zu sein. Sehr gewundert haben mich doch die 3 Stimmen “Festpreis”: Ich persönlich arbeite für Kunden immer langfristig. Das ist gerade der Kern von SEO: die Kontinuität. Es würde sich finanziell auch gar nicht für mich rechnen, einen Festpreis auszumachen – Ich habe ja ständig Kosten und Aufwand durch meinen Kunden. Zwar passiert es bei völlig unteroptimierten Seiten oft, dass sie innerhalb kurzer Zeit ihren Zenit erreichen – aber sie sollten ihn ja auch halten!

Arbeitszeit und die Vorstellung vom eigenen Gehalt wurden so unterschiedlich beantwortet, dass eine Auswertung überhaupt nicht möglich ist. Vielleicht liegt das an der “Pionierstimmung”, die immer noch durch den deutschen SEO-Raum geistert. Momentan fasse ich einen Fuß in ein anderes Land – dort ist Suchmaschinenoptimierung noch ein Fremdwort. Wer also SEO-begabt ist und eine Fremdsprache (nicht Englisch…) spricht, der hat gute Chancen überaus erfolgreich zu werden.

Wer bei den Zahlen der Umfrage vielleicht noch den Fehler in der Matrix erkannt hat oder einfach seine Meinung dazu sagen möchte, der kann das natürlich sehr gerne tun.

Eines steht aber auf jeden Fall außer Zweifel: Arbeit gibt es für SEO’s mehr als genug. In diesem Sinne. ;-)

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2 Responses to Arbeiten als SEO: Auswertung der Umfrage

  1. markus sagt:

    Interessante Sache, aber ich vermisse etwas die Zahlen.

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