7 Dinge, die du für den Dreh eines Content-Marketing-Videos wissen musst!

5. Mai 2015  |   ,  |  13 Kommentare
Ein Beitrag von Silja

Wie dreht man eigentlich das perfekte Content-Marketing-Video? Wir haben mit den Experten Kerstin Weng, STYLIGHT.DE-Chefredakteurin, und unserer internen Video-Expertin Neele Hehemann gesprochen und ihre Tipps für euch zusammengestellt.

Seokratie Conten Marketing Leitung mit Neele

Wie verhält man sich vor der Kamera? Neele erklärt Silja und Lydia die Video-Welt

How NOT to do

Bevor wir euch aber unsere Tipps in unserem Video 7 Schritte zum perfekten Video an die Hand geben, werfen wir zunächst einen Blick darauf, wie man es besser nicht machen sollte.


Warum ist unser Video „Expedition ins SEO-Tierreich – Seokratie-Einhörner gegen Panda und Pinguin“ kein gutes Beispiel für gelungenen Video Content?
Die Länge des Videos ist durchaus im Rahmen, die Message jedoch nicht klar.
Aber was war schief gelaufen? An mangelnder Einsatzbereitschaft kann es jedenfalls nicht gelegen haben. Unser Fehler war, dass wir uns nicht richtig vorbereitet haben und wir keinen Plan hatten, was es für eine Art von Video sein soll geschweige denn, welches Ziel wir damit verfolgen.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Doch wie bereitet man sich überhaupt auf ein Video vor? Wir haben uns schlau gemacht und konnten auch noch von Kerstin Weng Tipps aus der Praxis einholen. Als STYLIGHT.DE-Chefredakteurin steht sie regelmäßig für die Style-Videos und Beauty-Tutorials des Online-Magazins vor der Kamera und weiß, wie der Hase läuft.
Wir haben dabei eine Menge dazu gelernt! Die Tipps möchten wir hier mit euch teilen. Denn bevor ihr den „Record“ Knopf der Kamera drückt, solltet ihr euch folgende Fragen stellen.

Welche Art von Video soll es werden?

Die Frage aller Fragen, denn sie entscheidet über den weiteren Verlauf und was ihr beachten müsst. Ein „How to“-Video beispielsweise funktioniert anders als ein „klassischer Imagespot“ und hat demzufolge auch andere Anforderungen und Ziele. Bei „How to“-Videos wird dem Zuschauer etwas näher erklärt. Oft steht eine Person vor der Kamera oder die Erzählstimme wird via Voice-over eingeblendet. Ziel ist, dem Zuschauer hilfreiche Informationen an die Hand zu geben. Bei einem Imagefilm gibt es wirklich zahlreiche Möglichkeiten, eure Firma und/oder Marke vorzustellen. Nur die Fantasie (und das Budget :-D) setzen den Umsetzungsmöglichkeiten Grenzen.

Welches Ziel verfolge ich mit dem Video?

Wie schon in der Ausgangsfrage beschrieben, müsst ihr euch, nachdem ihr die Art des Videos festgelegt habt, im Klaren sein, welches Thema euer Video haben soll und welches Ziel ihr verfolgen wollt. Möchtet ihr informieren? Möchtet ihr „Insights“ geben, Tipps erteilen oder Emotionen wecken? Erst nachdem ihr euch über das Ziel eures Videos einig seid, macht es Sinn, sich mit konkreten Ideen der Umsetzung zu befassen. Kerstin Weng und das Stylight-Team verfolgen mit ihren unterhaltsamen und informativen Style-Videos ein klares Ziel: „Spannenden redaktionellen Inhalt zu erstellen hat bei uns oberste Priorität.“

Was wollt ihr sagen?

Okay, nun wisst ihr welche Art von Video ihr drehen möchtet, habt das Ziel definiert und auch schon jede Menge kreative Ideen zur Umsetzung gefunden. Im Kopf macht alles Sinn und sobald der rote Aufnahmeknopf blinkt, legt ihr enthusiastisch los. Doch Moment mal: Habt ihr eigentlich ein Script, das stichpunktartig den Inhalt und die Umsetzung des Videos wiedergibt?

Ein Script kann euch helfen, den roten Faden zu behalten. Gerade bei komplexeren Inhalten ist das von Vorteil, denn ein Script erleichtert den Blick auf das Wesentliche. Vielleicht gehört ihr aber auch zu den Leuten, denen es leichter fällt einfach drauf los zu sprechen ohne Text, wie Kerstin Weng. Denn sie setzt lieber auf Natürlichkeit durch Improvisation, „Die Stylistin in unserem Team und ich erarbeiten jede Woche einen Schwung Themen, die wir umsetzen möchten. Dann bestellen wir die Klamotten oder Beautyutensilien und sprechen den Ablauf grob durch. Ein richtiges Script gibt es nicht, da die Videos sonst zu steif wirken würden (und ich bin ja keine Schauspielerin, die eine fixes Script locker-flockig rüberbringen könnte)“.

Wird es ein statisches oder ein bewegtes Video?

Fragt Euch vor dem Dreh, ob es ein statisches oder ein Bewegt-Video, also mit vielen unterschiedlichen Kameraeinstellungen, werden soll. Steht ihr allein vor der Kamera, empfiehlt es sich ein Stativ zu verwenden, denn so kommen garantiert keine ungewollten Wackler zustande. Wird es ein Video mit viel Bewegung solltet ihr vorab einen „Kameramann“ festlegen oder – wenn ihr Videos im ganz großen Stil dreht – auch gern ein ganzes Kamerateam :).

Wo drehe ich das Video?

Hier solltet ihr überlegen, ob ihr in der freien Natur oder in einem geschlossenen Raum drehen wollt. „Die Sonne lacht, Blende 8“- nicht ganz! Auch wenn sonniges Wetter an sich schöner ist, eignet sich bewölktes Wetter wesentlich mehr für gleichmäßiges Ausleuchten der Szenerie. Wird das Video in einem geschlossenem Raum gedreht, helfen euch, neben den gängigen Kameraeinstellungen, sogenannte Softboxen, alles vor der Linse gleichmäßig zu beleuchten.

Wie lang sollte das Video im Schnitt sein?

Experten zufolge ist die Dauer eines Webvideos maßgeblich entscheidend für den Erfolg. Auf die Frage „Wie lang soll das perfekte Video sein?“ findet man daher häufig die Antworten: So kurz wie möglich und so lang wie nötig. Für Kerstin Weng und ihr Team ist es wichtig, dass die User unterhalten werden: „Unsere Videos sind zwischen 1:30 und 2 Minuten lang, manche (meistens die mit Gast) auch länger. Wichtig ist für uns, dass das Video nicht langweilig wird und dass man es auch auf Smartphones gucken kann.“

In 7 Schritten zum perfekten Video

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal herzlich bei Kerstin Weng und Neele Hehemann für ihre Unterstützung und die tollen Einblicke und Tipps bedanken. Wir haben viel dazugelernt. Ein Dank geht auch an Nadine, unsere Social-Media-Expertin, die als Kamerafrau eingesprungen ist.

Unser Fazit

Vorbereitung ist alles! Besonders ein guter Kameramann oder Kamerafrau sind Gold wert. Wenn ihr keine Profis seid und ein Video drehen wollt, plant für das erste Video ausreichend viiiiiel Zeit ein. Je öfter ihr es probt und je mehr Takes ihr hattet, desto flüssiger geht’s und ihr wirkt von Mal zu Mal natürlicher. Probiert es aus!
Habt ihr auch schon Erfahrungen sammeln können beim Videodreh? Habt ihr noch weitere Tipps für uns? Wir sind gespannt!

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13 Kommentare

  • Videos sagen viel mehr aus, als tausende Worte. Viele Internetnutzer bevorzugen Videos, da sie hier die Informationen präsentiert bekommen, und nicht so viel selber lesen müssen. Ich nutze Video Tutorials ebenfalls sehr gerne, wenn ich auf der Suche nach Problemlösungen bin.
    Jedes Video kann nur dann erfolgreich werden, wenn es von Anfang an professionell vorbereitet und geplant wird. Auf jeden Fall sollten Videos informativ, interessant, und vor allem nicht zu lange sein.
    Viele Internetnutzer sehen sich Videos auf Smartphones und anderen mobilen Endgeräten an. Daher sollte auch ein Videoformat verwendet werden, das nicht allzu viel Speicherplatz benötigt. Je länger das Video, umso höher auch der Datenverkehr.

  • Liebe Silja und liebe Lydia,

    danke für den informativen Beitrag. Wir bei der 121WATT versuchen uns gerade an Referentenvideos und können die Tipps gut gebrauchen. Habt ihr vielleicht noch weitere Tipps in Hinsicht auf Equipment (welche Lampen, Hintergründe) man verwenden sollte? Und kennt ihr gute Video-Bearbeitungsprogramme, die auch ein Laie versteht?

    Lieben Dank,
    Theresa

  • Danke an die vier Damen. Hat mir weitergeholfen.

  • SilLy

    Hallo liebe Theresa,

    danke für deinen Kommentar. Was das Equipment angeht, sind vor allem eine gute Kamera (wir haben diese benutzt: http://www.amazon.de/gp/product/B00AYGBI74?psc=1&redirect=true&ref_=oh_aui_detailpage_o01_s00), ein externes Richtmikrofon und sogenannte Softboxen (http://www.amazon.de/gp/product/B00HRSM8W6?psc=1&redirect=true&ref_=oh_aui_detailpage_o02_s00) sehr wichtig. Beim Hintergrund empfehlen wir einen einfarbigen Hintergrund. Aber das kommt natürlich auch darauf an, was ihr für ein Video dreht und welches Thema ihr behandelt. Bearbeitet wurde unser Video mit der Camtasia Studio Software, was aber eher für Bildschirmtutorials gedacht ist.

    Wir hoffen, wir konnten dir mit unserer Antwort weiterhelfen.

  • Auf der CampixxWeek habe ich beim MediaDay gelernt, dass das Wichtigste am Video einwandfreier Ton ist. Der Hall ist mir auch bei diesem Video sofort aufgefallen. Wenn man das richtig machen will, führt leider nichts um eine teure Funkstrecke. Für einwandfreien Ton sollte die Kamera auch unbedingt eine XLR Schnittstelle haben.

  • Julian Dziki

    Hi Christian,

    Ja, das mit dem Hall ist uns natürlich auch aufgefallen. Das liegt leider an unseren derzeitigen Büros, die wirklich einen unglaublichen Hall haben. Unser Mikrofon ist ein externes Richtmikrofon (Rode VideoMic Pro), was einen exzellenten Sound hat. Wie Du sicher weißt, bekommt man den Hall, wenn er mal da ist, auch nicht tontechnisch weg. Wir haben ihn zwar abmildern können, aber Hall ist schwer zu bearbeiten. In drei Wochen ziehen wir in ein neues Büro, dann hallt es auch nicht mehr! 🙂 Aber ja, du hast Recht: Der Ton ist wirklich nicht optimal.

  • SilLy

    Hi Christian,

    danke für deinen Hinweis. Da hast du gut hingehört! 😉 Wie Julian schon schreibt, haben wir das auch wahrgenommen. Das nächste mal wird es sicherlich mit weniger Hall sein.

  • Jetzt weiss endlich wie man Lippenstift haltbar macht!

  • Und warum eigentlich nur Videos die gedreht werden und keine Animationsvideos? Soll keine Kritik sein, mich würde nur eure Meinung dazu interessieren.

  • SilLy

    Hi Steven,

    wir haben uns einfach noch nicht persönlich mit Animationsvideos auseinander gesetzt. Aber wer weiß, vielleicht kommt das ja auch noch?

    Viele Grüße
    Silja & Lydia

  • Es muss nicht immer eine teure Funkstrecke sein. Für knapp 59 Euro erhält man das Rode Lavalier Mikrofon was einfach an das iPhone angeschlossen wird und einen hervorragende Aufnahmequalität hat.

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