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Werbung: Geld mit Adsense verdienen

Der klassische und wohl auch der einfachste Weg um Geld mit der eigenen Seite zu verdienen ist Adsense. Die Welt des CPC und eCPM ist jedoch nur auf den ersten Blick einfach. Ich versuche mal ein paar Tipps zu geben, wie man Adsense optimieren kann.

Gleich am Anfang Mist bauen

Wer Adsense auf seiner Seite einbaut, ist natürlich am Anfang meist enttäuscht. Bei 10 Besuchern pro Tag kommt vielleicht alle 10 Tage einmal ein Klick zustande, der dann im Bereich von ein paar Cent liegt. Wer dann auf die unglaublich blöde Idee kommt selbst zu klicken, der braucht sich nicht wundern, wenn sein Account gleich wieder geschlossen wird. Also: Klickt nicht auf eure Anzeigen oder versucht sonst irgendwelche “Tricks”. Auch Freunden sollte man nichts von Adsense erzählen. Sogar solche Sachen hat Google im Radar und Adsense ist sehr klug was Klickbetrug angeht. Daher: Arbeitet sauber und baut nicht gleich am Anfang Mist. Ist der Account einmal gesperrt, dann bleibt er es auch. Eine zweite Chance gibt es nicht. Google ist da sehr rigoros.

Für welche Webseiten benutzt man Adsense?

Es gibt einige Bauernweisheiten in Sachen Adsense, die man mit der Zeit so mitbekommt. Eine lautet: Alle Seiten mit Stammlesern (Foren, Communities, Blogs mit Stammlesern) haben extrem schlechte Klickraten. Das ist aber nicht nur bei Adsense so, sondern bei allen Werbeformen (und ein Grund, warum Social Communities unter Geldnot leiden). Habt ihr eine Seite, wo die User Beiträge schreiben oder “etwas machen wollen”, wie etwa Download-Seiten, Flashgame- oder Wallpaper-Seiten, dann stellt euch auf eine sehr niedrige CTR (Click-Through-Rate) ein. Seiten mit ständig neuen Usern und wenigen Stammlesern machen dagegen mehr Klicks. Es kommt aber auch auf das Thema an.

Gut laufen außerdem alle Seiten, die in einem monetären Umfeld liegen. Im Prinzip heisst das: Je mehr bei Adwords pro Klick gezahlt wird, desto mehr bekommt ihr in der Regel auch bei Adsense. Dazu gehören alle möglichen Finanzthemen, aber auch bekannte Produktthemen wie Technik, Mode usw.

Die ideale Adsense-Seite ist in einem Themengebiet mit wenigen SEOs, aber vielen Adwords-Nutzern mit hohem CPC. Dazu sollten auch noch gute Anzeigen geschaltet werden, auf die man auch gerne klickt. “Tolle” Beispiele hierfür sind Webkatalog-Eintragsdienste, Preisvergleiche und Krämer-Seiten mit zweifelhaften Geschäftsgebahren. Mieser CPC und noch miesere Anzeigen führen zu wenig Umsatz. Deswegen: Schaut euch auf themenverwandten Portalen einmal die Anzeigen an: Wird für seriöse und gute Marken geworben? Oder für totale Bauernfängerei? Wenn nur schlechte und unrelevante Anzeigen geschalten werden, dann wird man damit nicht viel Geld machen können, ausser in der Masse.

adsense platzierungAnzeigenformate und Platzierung

Die Formate von Adsense sind so vielfältig wie die Platzierungsmöglichkeiten. Eine “Allround-Lösung” gibt es nicht. Meiner Erfahrung nach aber sind wirklich die Anzeigen am perfomantesten, die sich gut in das Layout einpassen und farblich keine “HIER KLICKEN” Atmosphäre schaffen. Weder zu auffällig noch zu unauffällig sollte das Ziel sein, wobei man immer in Richtung unauffällig gehen sollte (wie es die Premium Publisher machen).

Das Bild zeigt ziemlich genau, wo man die Anzeigen platzieren sollte. Der Header ist fast immer für die Katz, während Anzeigen vor (und vor allem nach dem Content) die höchste CTR bringen. Als Newsseite oder Block ist ein Large-Rectangle am Ende des Blog- oder Newsbeitrages fast schon Pflicht. Irgendwie verspüren viele User einen Zwang, am Ende des Beitrags auf Werbung zu klicken.

Auch interessant: Je hässlicher eine Seite ist, desto höher ist die Klickrate. Traurig aber wahr. Deswegen: Baut hässliche Seiten! :-)

Nutzt Channels!

Nutzt nicht nur für jede Seite, sondern auch für jeden Anzeigenblock einen eigenen Channel!!! Benennt sie “Seite XY Header” und ihr wisst ab sofort, dass das Large-Rectangle unterhalb des Contents 5x so viel Geld einbringt wie die Anzeigen im Header und könnt entsprechend reagieren. Testet, testet, testet und experimentiert herum! Es gibt niemals für eine Seite die richtige Einbindung.  Was bei der einen Seite funktioniert, klappt woanders überhaupt nicht. Und: Veränderungen, bei denen man eigentlich Verbesserungen erwarten würde, sind meist keine wirklichen Verbesserungen. In diesen Fällen heisst es dann zurückrudern und / oder neue Implementierungen testen.

eCPM

Hier nur mal ein paar Daten, wie stark sich der eCPM (effektive Einnahmen pro Tausend Impressionen) je nach Themengebiet & Einbindung unterscheiden kann:

  • Typischer Allerweltsblog mit gemischten Themen: 0,80 € für den besten Werbeplatz im Content
  • Typische Newsseite: 2 € unterer Content , 0,50 Cent im Header
  • Blog zu speziellem Thema (unoptimiert): 6 € über die gesamte Seite (3 Flächen)
  • Blog zu speziellem Thema nach Optimierung der Anzeigenpositionen: 7 € über die gesamte Seite (3 Flächen wieder)
  • Das Gleiche wieder, jedoch mit zusätzlich angepassten Farben: 12 € über die gesamte Seite
  • Finanz- & Immobilienbereich: Bis zu 50 € eCPM pro Banner

Mit Werbeplatzierung und Farben lässt sich somit oft das Vielfache herausholen. Ein Tipp: Schaut euch die großen Portale und ihre Adsense Platzierung an. Da wird gut und gerne mal monatelang getestet und in diversen Meetings die optimale Ausrichtung besprochen: Ihr seht dann nur die beste Lösung. Kopieren ist natürlich immer schlimm, aber “von den Großen lernen” ist in Ordnung, oder?

Adsense ist natürlich auch nicht alles – aber es ist nach wie vor meiner Meinung nach neben Partnerprogrammen für kleine Webseitenbetreiber die beste Form der Monetarisierung.

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Kategorie: Werbung

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About the Author: Obwohl ich mit meinen 24 Lenzen eigentlich noch Geschichte an der LMU München studiere, hat mich 2007 das Thema SEO und Online Marketing gepackt. Seitdem habe ich viele Projekte erstellt und berichte hier über meine Erfahrungen im SEO-Bereich.

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RSSComments (13)

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  1. Paul sagt:

    Gerade im Bereich Google AdSense ist die AdSense Acc. Qualität wichtig. Was für Projekte laufen auf einem Acc.? Ist zum Beispiel ein Projekt (z.B. mit dem bekannten Thema Finanzen) sehr gewinnbringend, jedoch ein anderen Projekt (Erotik, Viren usw.) schlechter, so wirkt sich dies auch auf den allgemeinen Klickpreis des AdSense Acc. aus.

    Desweiteren sind Headmaps sehr wichtig. Am besten sollten man auch das Klickverhalten der Besucher ein wenig analysieren. Kleine Web-Tools wie z.B. crazyegg (damals kostenfrei, heute kostenpflichtig) können dabei sehr helfen.

  2. Wieder einmal ein super Artikel; das mit den Einnahmen bei themenbezogenen Blogs – vor allem im Finanzbereich – ist mir letztens auch aufgefallen. Jetzt müsste ich halt nur noch Ahnung von Finanzen, Versicherungen etc. haben.^^

  3. Es lohnt sich, wenn man sich näher mit Adsense beschäftigt. Leider habe ich das Anzeigen-Manager-Webinar am 3.7.09 verpasst. :-( – Mal sehen, was als nächstes kommt :-) …und wenn’s nur zur Auffrischung dient!

  4. Christian sagt:

    @gentle.rocker

    Hole dir einfach jemanden ins Boot, der Ahnung hat ;-)

  5. Florian sagt:

    @Christian: Die Idee meine Mutti als Finanz-Bloggerin einzuspannen hatte ich auch schon, leider bekam ich nur ein “Hä, was willst du von mir?” zurück. ;)

    Dass ein themenspezifischer Blog stets im ePCM-Vorteil gegenüber einem nicht themenspezifischen Blog ist, ist m.M. nach nicht so. Manche Themen, seien sie doch noch so ein schönes Hobby vom Webmaster, sind einfach ein totaler Griff ins Klo und man hat nachher nur einen ePCM von 20 Cent. Eine bittere Erfahrung die allerdings prägt. :D

  6. Rene´ sagt:

    Wieder einmal sehr verständlich geschrieben, gerade für reine Monetarisierungswebseiten doch kann ich diese Ansätze auch auf einer gewerblichen Webseite nutzen? Dezent gestzt versteht sich natürlich.

  7. [...] SEOkratie hat einen interessanten Artikel zum Thema “AdSense” veröffentlicht. Dies ist eine [...]

  8. Peter sagt:

    Ich hatte vor ein paar Jahren mal ein “Problemchen” mit Eigenklicks bei Adsense und bin bei google gesperrt. Habe es unter versch. Domains wieder versucht mich anzumelden, wurde aber immer abgelehnt. Habt Ihr Tipps etc. wie man wieder “sauber” wird? Direkte Ansprechpartner gibt es ja leider nicht…

  9. carsten sagt:

    Hallo Julian, mich interessiert momentan brennend das Thema Outsourcing. Wie wäre es mal mit einem Artikel über bezahlte Texter/Administratoren/Linksammler?

  10. Manuel sagt:

    Hi Julian, wie siehst du in dem Zusammenhang den Unterschied zwischen Text Ads und Bannern?

    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass Text Ads v.a. in und um den Seiteninhalt ganz gute Klickraten abwerfen (interessanterweise bessere, wenn die Ads vom Fließtext deutlich abgegrenzt waren). Banner (Leaderboards) am Ende des Artikels haben allerdings nicht wirklich funktioniert.

    Außerdem: Ad links oder normale Text ads? Wie sehen dazu deine Erfahrungen aus?

  11. borntobeaseo sagt:

    Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass die Textanzeigen in der Regel am besten ziehen. Gerade wenn mehrere Anzeigen unter- oder nebeneinander angezeigt werden.

    Eine Erweiterung wären z.B. grüne Links von Vibrant Media.

  12. Daniel sagt:

    Ich habe das gleiche festgestellt wie borntobeaseo. Textanzeigen haben viel bessere Klickrate als Bildbanner.

  13. Au der VibrantMedia Webseite steht, dass die Webseite mindestens 100.000 contentbasierte Page Views pro Monat aufweisen muss, um aufgenommen zu werden. Hat da jemand vielleicht Erfahrung? Achten die wirklich auf diese zahl?

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