Blogspam, Linkbait und Was ist das?
01. Mai 2008
Vor einigen Tagen sorgte ein Beitrag von Seo-United für Furore: Es wurde eine No-Nofollow Blog Liste veröffentlicht, die einzig und allein einem Zweck dienen kann: Blogspam zu betreiben.
Zuerst einmal haben es die Jungs von Seo-United wahrscheinlich nicht böse gemeint und wollten wohl nur eine Ergänzung ihrer anderen Listen bringen. Kommentare in Nofollow Blogs zu schreiben bezeichne ich einfach mal als “Unterschichten-SEO” (sorry für den Ausdruck). Ich gebe es zu: Auch ich habe anfangs Blogspam betrieben und mich in Webkataloge eingetragen. Warum auch nicht? Wahrscheinlich hat jeder diese Phase durchgemacht.
Wer Kommentare nur wegen des Links schreibt, der sollte sich bewusst sein, wer bei Google an den Hebeln sitzt: Bei Google arbeiteten momentan die Besten der Besten, wahrscheinlich die klügsten Köpfe der Welt und es ist vollkommen wahnsinnig wenn man annimmt, dass sie es noch nicht geschafft haben Blogkommentare als “unechte Backlinks” einzustufen. Die Struktur von Kommentaren ist recht klar und so ist es wahrscheinlich relativ einfach die meisten herauszufiltern. Man rutscht auch leicht in einen Askimet-Filter und so wird man überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Selbst wenn man es schafft, dass der Kommentar dauerhaft bestehen bleibt, so steht man meist auf einer langen Seite mit 20 anderen Kommentatoren und einer ellenlangen Blogroll.
Den Link muss man dann mit 40 anderen teilen und rankt dann minimal für seinen Vornamen. Lasst es einfach sein und konzentriert euch lieber darauf einen echten Link zu bekommen, wo ihr unter Umständen vielleicht sogar der einzige auf der Seite seid.
Am einfachsten bekommt man natürlich Links, indem man einfach eine gute Seite macht. Dazu sollte man sich einfach ein Thema suchen, in dem man richtig zuhause ist und dann die beste Seite zu diesem Thema machen, die es im Netz gibt. Auch wenn das Thema kein “Money-Key” ist, sondern vielleicht Barsche züchten oder eine Seite über Efeu, Gartenzwerge oder auch nur eine richtig gute “Hobby-Seite”. Auch wenn die Seite an sich kein Geld einbringt, so bekommt sie natürliche Backlinks und vielleicht einen hohen Pagerank. Mit einem PR3, 4 oder gar 5 kann man dann bei Webmastern anklopfen und einen Tausch anbieten: “Ich verlinke auf deine Seite von meiner Efeu Seite aus und du auf meinen Online Shop.”
Linkbait
Ein Linkbait ist natürlich noch besser: Eine Seite so zu gestalten, dass sie in den Medien erscheint, bei Digg nach oben kommt (wie Mediadonis auf der SemSeo super erklärt hat) oder sonstwie Aufmerksamkeit auf sich zieht. So kann man sich mit seinem kleinen Hobby-Blog eine spitzenmäßige Umfrage ausdenken und die Trackbacks an die großen Blogger schicken. Wenn so ein “Blogstöckchen” gut gemacht ist, interessiert es den großen Blogger vielleicht und er schreibt etwas darüber. Diesen Post lesen dann 300 andere Blogger in dem bekannten Blog und vielleicht hundert steigen dann darauf ein, wobei sie immer den Ursprungspost verlinken. Auf diese Weise bekommt man 100 “echte” Bloglinks aus dem Content heraus – Das ist viel wert und eine richtig natürliche, echte Verlinkung.
Für 100 Blogkommentare braucht man schon seine Zeit. Ist es da nicht sinnvoller zwei Tage dafür zu verwenden sich einen richtig guten Linkbait auszudenken? Ein Blogstöckchen könnte zum Beispiel sein:
Fotografiere den Gegenstand in deinem Zimmer, der bei Besuchern am häufigsten die Frage aufwirft: “Was ist das?”
Hier mein Beispiel:
Das ist moderne Kunst! Und zwar von mir selbst (JD 2004) mit Ölfarben im Format 40×40 cm geschaffen. Es hängt seit Jahren in meinem Zimmer und immer wieder höre ich die gleiche Frage: “Was ist das?” oder auch: “Hat das einen tieferen Sinn?” Es hat keinen tieferen Sinn. Ich habe mir eine Leinwand und Ölfarben gekauft und es einfach ausprobiert. Gott sei Dank mache ich SEO, weil ich als Künstler wohl schon längst verhungert wäre. Das Bild ist wirklich schlecht. Und nein, das da Rechts ist keine Gurke! Ich schicke den Trackback einmal an Robert und die Blogwiese (super Blog übrigens!) vielleicht machen sie ja mit! Vielleicht aber auch extra deswegen nicht, damit meine Theorie vom Linkbait sich nicht bestätigt.
Zu der Geschichte von Seo-United.de kann ich nur noch sagen: Man sollte ihnen verzeihen. Nur, weil sie mit einem Post so richtig danebengegriffen haben, ist noch lange nicht der ganze Blog schlecht.
Allen Vätern noch einen schönen Vatertag!
Nachtrag: Knutfinke ist schon darauf eingegangen.
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Kategorie: In eigener Sache • Linkaufbau • Wordpress
About the Author: Obwohl ich mit meinen 24 Lenzen eigentlich noch Geschichte an der LMU München studiere, hat mich 2007 das Thema SEO und Online Marketing gepackt. Seitdem habe ich viele Projekte erstellt und berichte hier über meine Erfahrungen im SEO-Bereich.
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Comments (5)
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[...] nette Idee, die ich, am Schreibtisch sitzend, gleich aufnehmen kann. Das hier(entschuldigt das schlechte [...]
ich zieh grad um, bei mir hängt nichts mehr im Zimmer!
[...] Qualitäts-Twitterati irgendwann dran. Hoffen wir mal, dass die Hobby-SEOs und vor allem die Unterschichten-SEOs nicht wieder alles platt [...]
Inzwischen sind die no nofollow Blogs wieder verschwunden
Das sind ganz klar die Viren, dir mir in der letzten Woche mein Leben schwer gemacht haben
hust*